Gottfried Sembdner (1959) fand schon früh Interesse an den Tasten des Flügels im Wohnzimmer. Seine Schulzeit verbrachte er in der Musikstadt Markneukirchen und erhielt Unterricht an der städtischen Musikschule in den Fächern Klavier, Bratsche und Tanzmusik. Aber auch die Orgel in der Nikolaikirche interessierte ihn lebhaft.

Sembdner studierte Kirchenmusik in Dresden, arbeitete drei Jahre als Assistent an der Kirchenmusikschule Greifswald und begann ein Orgelstudium an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar. 1982 war er erster Preisträger beim nationalen Improvisationswettbewerb.

Im Sommer 1982 entschied er sich, nach der Teilnahme am Albert-Schweitzer-Orgelfestival in Deventer (NL) nicht in die DDR zurückzukehren. Sein Orgelstudium schloss er 1985 nach Unterricht bei Hans van Nieuwkoop in Arnhem erfolgreich ab.

Neben vielfältigen Aktivitäten als
- Organist (Radioaufnahmen mit neuer Orgelmusik für die KRO),
- Orchesterdirigent („Deventer Kamerorkest“)
- Pianist (integrale Ausführung von „Das Wohltemperierte Klavier I von J. S. Bach)
- Komponist („Vijf kleine genzangen“, „Quasi una intrada“)
- Klavierlehrer
- Rezensent („Deventer Dagblad“)
und einer regen Konzerttätigkeit als Organist (u. a. St. Nikolaikirche Markneukirchen, St. Bavo Haarlem, Laurenskerk
Rotterdam, Thomaskirche Leipzig, St. Paul’s Cathedral London) studierte er Chor- und Orchesterleitung in Zwolle
bei Jos Leussink und Tilo Lehmann.

Seit 1991 hat sich Sembdners Hauptinteresse auf die Musikpädagogik gerichtet. Erst als Musiklehrer an der Freien Waldorfschule in Trier, seit 2001 an der Waldorfschule Luxemburg entdeckt er immer neue Herausforderungen in der täglichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Außerdem war er von 2005 bis 2008 für den Fachbereich Musik des Seminars für Waldorfpädagogik Trier verantwortlich.

Weiterhin ist Sembdner Mitglied der Gruppe „Tonwerke Trier – Ensemble für improvisierte Musik“, Organist und Chorleiter an der St. Bartholomäuskirche Ayl und Dirigent der „Liedertafel Irsch“.